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Dez 25, 2009
Kolja

Neue Futterquelle für mein Spielzeug

Ich war auf der Suche nach neuer Software für meine N900 und habe dabei ein wenig auf der Maemo Seite gestöbert, wo ich dann im Wiki auf die “Testing” und “Testing-Devel” Repositorys gestoßen bin. In beiden befinden sich “unfertige” Programme, solche, die noch nicht für den “normalen” Benutzer gedacht sind, weil sie noch in der Entwicklung sind oder noch nicht den Qualitätssicherungsprozess durch laufen haben. Dennoch sollte man diese nicht installieren wenn man nicht für Probleme gewappnet ist, besonders die Pakete in “Testing-Devel” sind noch meist in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung und können zu Problemen führen wie z.B. hohem Stromverbrauch, einfrieren des Betriebssystems oder Datenverlust.

Wie fügt man also ein neues Repository den Softwarequellen hinzu?

Dazu startet man als erstes den Programmmanager:

Programmmanger

Anschließend öffnet man mit einem Tipp auf “Programmmanager” in der oberen Bildschirmmitte das Menü der Anwendung und wählt dort die Programmkataloge aus:

Programmkatalog

Danach werde alle vorhandenen Kataloge (Software Quellen) angezeigt:

Katalogübersicht

Hier muss man mit einem Tipp auf “Neu” einen neuen Katalog anlegen, anschließend fragt das Programm die Einstellungen für den Katalog ab:

Katalog hinzufügen

An dieser Stelle muss man nun folgende Einstellungen vornehmen, für das “Extra-testing” Repository:

Katalogname : maemo.org extras-testing
Internetadresse: http://repository.maemo.org/extras-testing
Verteilung: fremantle
Komponenten: free non-free


oder für das “Extra-testing-devel” :

Katalogname : Maemo Extras-devel
Internetadresse: http://repository.maemo.org/extras-devel
Verteilung: fremantle
Komponenten: free non-free

nach dem man einen hinzugefügt hat aktualisiert der Programmmanager automatisch die verfügbaren Programme. Man wird also sofort sehen, dass viel mehr Programme zur Installation bereit stehen als vorher.

Zum Schluss noch eine Warnung: Ich kann nicht dafür garantieren, dass alles rund läuft, man sollte sich immer bewusst sein, dass es sich hier um Software handelt die noch mitten in der Entwicklung steckt und ein lauffähiges Programm durch ein Update auf einmal nicht mehr so läuft wie vorher oder die Daten verloren gehen. Darum sollte ein regelmäßiges Backup der Daten unverzichtbar sein. Außerdem erscheinen in den Repositorys um einiges häufiger neue Versionen und verursachen somit um einiges mehr Netzwerktraffic als die Normalen.

Dez 12, 2009
Kolja

Mein neues Spielzeug

Ich suchte schon seit längerem Ersatz für mein Nokia E71 und vor einigen Monate wurde ich auf die Ankündigung über das N900 aufmerksam. Als ich mir die ersten Daten durchgelesen hatte und sah das es das erste Maemo Gerät von Nokia war mit dem man auch im GSM Netz telefonieren konnte war mir klar, das muss ich haben. Ich liebäugelte bis dato mit einem Androidgerät.

Am Samstag war es dann endlich soweit, am Donnerstag hatte ich noch bei verschiedenen Händlern angefragt ob es lieferbar ist, aber der einzige Händler der sofort liefern konnte war Amazon. Also schnell bestellt und einen Tag später war das Handy da. Nach dem Auspacken erst einmal eingeschaltet und geschaut wie Maemo 5 denn so aussieht.

Desktop N900

Und ich muss sagen wirklich sehr hübsch anzusehen die Oberfläche mit ihren 4 Desktops. Auf den Desktops, durch die man mit dem Finger scrollen kann, ist es möglich sich einzelne Widgets zu platzieren kann oder auch Verknüpfungen zu Programmen oder Webseiten, diese werden dann als Vorschau angezeigt.

Man kann auch einzelne Desktops abschalte wenn man für diese keine Verwendung hat, außerdem kann man auch Kontakte auf dem Desktop platzieren. Hat man zu diesen Kontakt dann z.B. eine Jabber Account eingetragen und ist mit dem Handy im Jabber online, sieht man anhand eines kleinen Punktes den aktuellen Status des Kontakts, dieser wird auch im Adressbuch angezeigt.

ExposeHat man mehrere Programme geöffnet kann in der linken oberen Ecke mit dem Finger zur “Fensterübersicht” wechseln, die dann ähnlich wie das Expose in Compiz oder OSX alle Fenster in einer schönen Miniaturansicht samt Inhalt darstellt.Tippt man nun auf eine der Anwendungen wechselt man sofort zu dieser, alle anderen Anwendungen laufen im Hintergrund weiter und warten z.B. auf neue Nachrichten in der Twittertimeline oder auf ICQ Nachrichten. Tippt man in dieser Ansicht in “Leere” so gelang man wieder auf den letzten aktiven Desktop. Tippt man aber wieder in die linke obere Ecke so gelang man ins Hauptmenü wo einem auf der ersten Seite alle wichtigen Programme, die Nokia von Haus aus mitliefert, präsentiert werden. Außerdem gelangt man von hier aus auch zum Konfigurationsmenü. screenshot04Mit einem Tipp auf mehr gelang man zu weiteren Anwendungen, wie z.B. dem “Programm Manager” mit dem sich weiter Programme installieren lassen. Außerdem erscheinen alle nachinstallierten Anwendungen auf dieser Seite. Es gibt keine Möglichkeit diese in die erste Seite zu integrieren. Was aber nicht weiter schlimm ist weil man sich oft genutzt Anwendungen einfach auf den Desktop legen kann.

Über den Punkt “Gespräche” erreicht man eine Konversationsübersicht in der alle Gespräche mit euren Kontakten aufgelistet werden, sei es SMS oder IM. Standart mäßig werden für Instant Messaging Provider für Skype und Jabber mitgeliefert über weitere Programmpakete lässt sich dieses aber auf fast alle vorhandenen IM Protokolle erweitern. Wie man dies macht werde ich einem der folgenden Posts noch erklären in dem es dann im allgemeinem um Softwareinstallation usw. gehen wird.

Sep 5, 2009
Kolja

Die Grünen pflanzen Bäume, Piraten pflanzen Nodes

Am Diestagabend stellten die Berliner Piraten und das freifunk.net Projekt ein gemeinsames Projekt vor.  Die  freifunk.net  Initiative versucht mit modifizierten Router ein Netz für einen freien drahtlosen Internetzugang zu etablieren. Die Piratenpartei unterstützt das Projekt  mit einer überarbeiteten Einwahlsoftware, die auf den freifunkt Routern installiert wird, etwas überarbeitet. Zum Beispiel durch die Voreinstellung der Updateserver auf die der Piraten, dadurch wird eine heimliche Installation von Softwarepaketen ausgeschlossen.

Bild: Stefan Höltgen

Bild: Stefan Höltgen

Trotz dieser Veränderungen funktioniert der Piratenfreifunk aber ,wie jeder andere Freifunk auch, als kostenloser und zugangsbeschränkungs freier Internetzugang. Natürlich ist auch weiterhin mögliche eine nicht Piraten Freifunkfirmware zu installieren.

Die Piratenfirmware bietet dem  Nutzer nach dem Login die Möglichkeit sich über Links über die Aktivitäten der Piratenpartei zu informieren. Zusätzlich ist auch VOIP Dienst auf dem Router vorinstalliert um das Telefonieren über’s Internet zu ermöglichen.

Das Freifunk Projekt arbeitet aber nicht nur in Deutschland oder Europa, es hat in Afghanistan ein erstes Netz in Dschalalabad etabliert. Hier mit ermöglicht es unteranderem einer Schule Zugriff auf eine Vielzahl von digitalen Büchern.

Im weiteren Verlauf der Kooperation mit der Piratepartei sollen Piraten zusätzliche Nodes für die Freifunk Initiative “pflanzen” und so eine größere Netzabdeckung zu erreichen, damit noch mehr Bürger von diesem Projekt profitieren können. Dennoch sollte man auch immer die Sicherheit im Auge behalten. Bei der Verstellung der Kooperation wurde darauf hingeweisen, dass das Netz nur in Maßen abhörsicher ist, deshalb sind Nutzer angehalten sich mit geeigneten Techniken zu schützen z.B. SSL oder VPN.

Natürlich kann auch ein Missbrauch der offenen Infrastruktur durch illegale Up – und Downloader nicht ganz ausgeschlossen werden. Auf diese Risiken weißt das freifunk Projet aber hin und gibt Hinweise zum korrekten Umgang mit dem Problem.

Vielen Dank an Stefan Höltgen für die Erlaubniss seine Bilder zu verwenden und seinen Artikel zum Thema auf Telepolis.