Archiv für 'Piraten'

“Oktoberfestterror”

4. Oktober 2009, Kolja

Wie auch schon in vielen anderen Medien zu lesen ist . Wurden die Sicherheitkontrollen auf dem Oktoberfest extrem verschärft. Von Straßensperren über Personenkontrollen bis hin zu präventiven Festnahmen gleicht Spektrum der Maßnahmen doch eher denen eines Kreisgebiets als eines Volksfestes. Doch was nützt dieses Massenaufgebot an Staatsgewalt? Den Besuchern zumindest nicht, ihnen wird dadurch keine Gefühl der Sicherheit gegeben, ganz im Gegenteil es wird ein Klima der Angst erzeugt, wenn an jeder Ecke bewaffnete und Uniformierte Polizisten stehen.

Am Mittwoche wurden 54 Beamte der Polizei eingesetzt um 3 Wohnungen zu erstürmen und ihr Bewohner vorübergehend festzusetzen. Diese mussten aber kurze Zeit später wieder freigelassen werden, weil sie entgegen der Annahme dann doch keine Beweise für einen möglichen Terroranschlag finden ließen. Ist hier vielleicht schon Panik und Paranoia bei den Verantwortlichen für die Sicherheit ausgebrochen?

Nun stellt sich mir die Frage wem nützt dieses Klima der Angst, was durch die Sicherheitskräfte noch weiter verstärkt wird?

Und vorallem, möchte ich in einem Staat leben, der sich durch eine simple und wenig konkrete Videobotschafft zu solchen Maßnahmen hinreißen lässt?

Telekom sperrt auch ohne Gesetzesgrundlage

26. September 2009, Kolja

Wie Frank Hamm in seinem Blog schreibt, will die Telekom ab 17.10.2009 Webseiten sperren, auch wenn das Zugangserschwerungsgesetzt nicht in Kraft getreten sein sollte. Dies hat die Telekom auf nachfragen bekannt gegeben.

Anders als im Gesetzt vorgesehen würde der Benutzer dann anstatt der gesperrten Seite kein  ”Stoppschild” zu sehen bekommen, sondern eine Fehlerseite. Anscheinend beugt sich damit einer der ersten großen Internetprovidern dem Druck des BKA. In wie weit andere Provider diesem Beispiel folgen werden ist unklar.

Ob das Zugangserschwerungsgesetzt pünktlich zum 17.10 in Kraft treten kann ist in des noch nicht sicher. Es wird noch auf einen Kommentar der EU Kommission gewartet, wird dieser abgegeben muss das Gesetzt noch vom Bundespräsidenten unterschrieben werden.

Wie lang das Gesetzt nach in Krafttreten dann bestehen bleibt kann man nur vermuten, auf Grund der massiven Bedenken und Kritik im Vorfeld bleibt zu hoffen, dass diese Internetzensur möglichst schnell vom Bundesverfassungsgericht gemaßregelt wird.

Piratenblogger

26. September 2009, Kolja

Heute bin ich, nach dem ich diesen Artikel zur 100 Blogs für die Linke Aktion gelesen habe, von ein paar freundlichen twitter Kollegen auf Piratenblogger aufmerksam gemacht worden. Habe mich natürlich sofort eingetragen und möchte an dieser Stelle noch einmal alle so zusagen in letzter Minute aufrufen, die diese Aktion nicht kenne sich dort einzutragen und damit die Piraten zu unterstützen.

Petition für Netzneutralität auch in der EU

26. September 2009, Kolja

In Europa gibt es nun eine Petition für ein offenes Internet auf euopeninternet.eu/ außerdem gib es eine deutsche Übersetung auf netzpolitik.org von dort habe ich auch die Übersetzung entnommen. Wenn Ihr diese Petition unterstützt dann zeichnet sie bitte und verbreitet sie nach möglichkeit weiter, damit eine möglichst große Masse erreicht werden kann!

Am 21. September hat der Vorsitzende der US-Regulierungsbehörde FCC, Julius Genachowski, Grundsätze für ein offenes Internet formuliert. Gleichzeitig stehen in Europa wichtige Entscheidungen an, die die Zukunft des offenen Internets betreffen. Angesichts dieser Entwicklungen haben wir diese Petition formuliert. Wenn Ihr ebenso wie wir daran glaubt, dass Europa ein offenes und freies Internet gemäß den folgenen Prinzipien verdient, zeichnet diese Petition bitte mit und gebt sie an Eure Freunde weiter.

1. Internetbenutzer haben das Recht, auf Inhalte ihrer Wahl zuzugreifen, sie zu senden und zu empfangen.
2. Internetbenutzer haben das Recht, Anwendungen und Dienste ihrer Wahl zu benutzen und auszuführen.
3. Internetbenutzer haben das Recht, Hard- und Software ihrer Wahl zu nutzen, wenn sie das Netz nicht schädigt.
4. Internetbenutzer haben das Recht, gemäß den Prinzipien des freiem Markt zwischen Netzwerk-, Anwendungs-, Service- und Inhalte-Anbieter zu wählen.
5. Internetbenutzer haben das Recht auf diskriminierungsfreien Zugang zum Internet. Weder dürfen bestimmte Anwendung oder Dienste blockiert werden, noch dürfen bestimmte Sender oder Empfänger vom freien Datenverkehr ausgeschlossen werden. Provider dürfen nicht bestimmte Dienste behindern oder sperren, noch dürfen sie bestimmte Inhalte oder Anwendeungen bevorzugen. Insbesondere dürfen sie nicht Dienste blockieren, die in Konkurrenz zu ihren eigenen Serviceleistungen stehen.
6. Internetnutzer haben ein Recht auf einen Anschluss mit festgelegtem Datendurchsatz und ebensolcher Qualität. Die Provider müssen offen darlegen, wie sie den Netzwerk-Verkehr verwalten.

Diese Prinzipien sollen in europäisches und nationales Recht integriert und von den zuständigen Behörden europaweit einheitlich durchgesetzt werden.

Englischer Originaltext:

This petition is up for signature in light of the decisions affecting the open Internet being taken at European level, and in reaction to the statement made in the USA on 21 September by FCC Chairman Julius Genachowski. If you believe Europe also merits an Internet that is free and open according to the following principles, please sign this petition and share it with your friends using the “Share it” links below:

1. Internet users are entitled to access, send and receive the content of their choice;
2. Internet users are entitled to use and run applications and services of their choice;
3. Internet users are entitled to connect their choice of software or hardware that do not harm the network;
4. Internet users are entitled to choice and competition among network providers, application and service providers, and content providers;
5. Internet users are entitled to an Internet connection that is free of discrimination with regard to type of application, service or content or based on sender or receiver address. Broadband providers cannot block or degrade traffic over their networks, or pick winners by favoring some content or applications over others in the connection to subscribers’ homes. Nor can they disfavor an Internet service just because it competes with a similar service offered by them.
6. Providers of Internet access must be transparent about their network management practices and Internet users are entitled to an Internet connection with a predefined capacity and quality.

These principles should be enshrined in European and national laws, and enforced by the relevant authorities in a consistent manner across Europe.

Polizeigewalt bei “Freiheit statt Angst 2009″

13. September 2009, Kolja

Wie schon auf diversen anderen Blogs und auch bei der TAZ berichtet wurde, gab es auf der gestrigen Demo für die Bürgerrecht “Freiheit statt Angst” zu teilweise brutalen Übergriffe durch die Polizei. Es wurden unauffällige und harmlose Passanten verprügelt. Da die Polizisten leider für solche Fälle immer noch keine Identifikationsnummer tragen müssen Videoaufnahmen von Passanten als Beweismaterial herhalten. Es wurde auch schon fleißig bei Youtube und anderen Plattformen hochgeladen. Ich hab das Originalvideo für alle Fälle nochmal gemirrored:

Polizeigewalt auf FSA 09 (169)

Außerdem hier nochmal das “Original” auf youtube:

Hinweise auf die Täter aus den Reihen der Polizei bitte an mail (at) ccc.de. Außerdem gibt es noch dieses schöne Fahndungsplakat.

Es ist schon ein Armutszeugnis für die Berliner Polizei das sie es nicht schafft ihr “Prügeltruppe” einen Tag lang im Zaum zu halten und sich demokratisch und friedlich zu verhalten. Waren die Beamten beim  Deeskalationstraining vielleicht krank?

Wir müssen wütend werden – Piraten-Remix

5. September 2009, Kolja

Ein schöner Remix der Szene aus dem Film Network:

Gefällt euch das Video? Dann ab zur Spendenwebsite der Piratenparty und spendet dafür, dass unser Wahlwerbespot im Fernsehen gezeigt werden kann.

Die Grünen pflanzen Bäume, Piraten pflanzen Nodes

5. September 2009, Kolja

Am Diestagabend stellten die Berliner Piraten und das freifunk.net Projekt ein gemeinsames Projekt vor.  Die  freifunk.net  Initiative versucht mit modifizierten Router ein Netz für einen freien drahtlosen Internetzugang zu etablieren. Die Piratenpartei unterstützt das Projekt  mit einer überarbeiteten Einwahlsoftware, die auf den freifunkt Routern installiert wird, etwas überarbeitet. Zum Beispiel durch die Voreinstellung der Updateserver auf die der Piraten, dadurch wird eine heimliche Installation von Softwarepaketen ausgeschlossen.

Bild: Stefan Höltgen

Bild: Stefan Höltgen

Trotz dieser Veränderungen funktioniert der Piratenfreifunk aber ,wie jeder andere Freifunk auch, als kostenloser und zugangsbeschränkungs freier Internetzugang. Natürlich ist auch weiterhin mögliche eine nicht Piraten Freifunkfirmware zu installieren.

Die Piratenfirmware bietet dem  Nutzer nach dem Login die Möglichkeit sich über Links über die Aktivitäten der Piratenpartei zu informieren. Zusätzlich ist auch VOIP Dienst auf dem Router vorinstalliert um das Telefonieren über’s Internet zu ermöglichen.

Das Freifunk Projekt arbeitet aber nicht nur in Deutschland oder Europa, es hat in Afghanistan ein erstes Netz in Dschalalabad etabliert. Hier mit ermöglicht es unteranderem einer Schule Zugriff auf eine Vielzahl von digitalen Büchern.

Im weiteren Verlauf der Kooperation mit der Piratepartei sollen Piraten zusätzliche Nodes für die Freifunk Initiative “pflanzen” und so eine größere Netzabdeckung zu erreichen, damit noch mehr Bürger von diesem Projekt profitieren können. Dennoch sollte man auch immer die Sicherheit im Auge behalten. Bei der Verstellung der Kooperation wurde darauf hingeweisen, dass das Netz nur in Maßen abhörsicher ist, deshalb sind Nutzer angehalten sich mit geeigneten Techniken zu schützen z.B. SSL oder VPN.

Natürlich kann auch ein Missbrauch der offenen Infrastruktur durch illegale Up – und Downloader nicht ganz ausgeschlossen werden. Auf diese Risiken weißt das freifunk Projet aber hin und gibt Hinweise zum korrekten Umgang mit dem Problem.

Vielen Dank an Stefan Höltgen für die Erlaubniss seine Bilder zu verwenden und seinen Artikel zum Thema auf Telepolis.

Grünen Gründungsmitglied wird Pirat

28. August 2009, Kolja

Wie die Pressemitteilung auf der Piratenseite zeigt, ist der Grünen Mitbegründer Herbert Rusche (57) gestern der Piratenpartei Deutschland beigetreten. Er betonte bei seinem Beitritt die Wichtigkeit der offenen Struktur der Piratenpartei.

Rusche war der erste Bundestagsabgeordnete der offen zu seine Homosexualität stand und maßgeblich daran beteiligt das Öffentlicheinteresse auf das neu entstandene Problem AIDS zu lenken. Seine langjährige politische Erfahrung soll den Piraten nach Ihrem Einzug in den Bundestag dabei helfen sich im politischen Alltag zurecht zu feinden.

Ist das Original als doch gar nicht mehr so Grün wie uns die Grünen weiß machen wollen? Wenn nun schon ein Gründungsmitglied der Grünen uns beitritt und dabei auch noch betont: ”Die etablierten Parteien verkennen völlig, für wie viele Menschen diese Themen von höchster Bedeutung sind”. Sollten sich Dir Grünen Gedanken machen ob sie nicht besser dem Original beitreten! :)

Ich frage mich wie lange es wohl noch dauert bis wir solche Nachrichten auch von den anderen “Volksparteien” lesen werden. SPD (Jörg Tauss) und Grüne haben wir schon, wann kommt der Rest?

CDU entschuldigt sich für Plakat überkleben

22. August 2009, Kolja

Wie man hier lesen kann hat sich heute abend der Vorsitzende der Jungen Union aus Rinteln bei den Piraten telefonisch entschuldigt.

Seiner Aussage nach war eine “unterfahrene Truppe” mit der Aufagbe betraut und hat sich nicht an die Vorgaben gehalten. Außerdem hat er versprochen das auch das letzte Plakat noch in den “normal Zustand” zurückversetzt werden soll.

Schadedas es überhaupt soweit kommen musste. Normalerweise sollten doch jedem ein gewisses Verständis für Regel und fairen Wahlkapf haben.

Vandalismus an Piratenplakaten, von der CDU?

22. August 2009, Kolja

Es häufen sich die Berichte über Überklebte Piratenplakate, wie ihr hier und hier lesen könnt. Anscheinend hat die CDU ihre Taktik geänder und überklebt nun einfach Plakate der ungeliebten Konkurenz. Angst? oder einfach nur eine Demonstration ihrer “Macht”? Wir werden es uns auf jeden Fall nicht einfach so gefallen lassen und mit rechstsstaatlichen Mitteln gegen diesen Vadalismus vorgehen.

Bleibtnur zu hoffen, dass wir die Plakate so bald wie möglich ersetzen können und diesem Treiben bald ein Ende gesetzt wird!

Seitenanfang

Seitenanfang

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes